20.00 Uhr "MANCHE HATTEN KROKODILE" (2016, 91 Minuten, FSK: 0) Vor   Jahrzehnten   sind   sie   auf   St.   Pauli   gestrandet,   auf   der   Flucht   vor   kleinbürgerlicher   Enge,   auf der   Suche   nach   Arbeit   und   einem   anderen,   unkonventionelleren   Leben:   Als   Tänzerin   oder Stripperin,   Wirt   oder   Bardame,   Seemann   oder   Zuhälter   haben   sie   sich   durchgeschlagen.   Sie treffen    sich    tagsüber    in    ihrer    Stammkneipe,    dem    „Hong    Kong“,    dem    „Utspann“    oder    der „Kaffeepause“,   um   sich   an   frühere   Zeiten   zu   erinnern.   Sie   erzählen   von   der   Suche   nach   Gold und    von    sinkenden    Schiffen,    vom    Kiezalltag    und    von    Krokodilen.    Und    natürlich    von    den Sparclubs,   in   denen   sie   bis   heute   Mitglied   sind.   Sparer   wollen   sie   dabei   gar   nicht   sein,   sie sehen   sich   als   Lebemenschen.   War   Geld   da,   wurde   es   mit   vollen   Händen   ausgegeben,   ohne an   die   Zukunft   zu   denken.   Aber   in   dem   Sparschrank   an   der   Kneipenwand   sind   zumindest   ein paar    Euro    sicher,    vor    allem    vor    ihnen    selbst.    Ein    Notgroschen,    um    über    die    Runden    zu kommen.   Die   Kneipe   mit   dem   Sparclub   ist   ihr   sicherer   Hafen   geworden,   den   sie   jeden   Tag gerne ansteuern. Buch & Regie: Christian Hornung Produzenten: Andrea Schütte & Dirk Decker Musik: Nadja Rüdebusch & Eike Swoboda
PROGRAMM DETAILS
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14.30 Uhr "ROBBI, TOBBI UND DAS FLIEWATÜÜT" (2016, 106 Minuten, FSK 0) Mit   „Robbi,   Tobbi   und   das   Fliewatüüt“   über   die   Freundschaft   eines   Jungen   zu   einem   Roboter verfilmt   Gross   das   gleichnamige,   1967   veröffentlichte   Kinderbuch   von   Boy   Lornsen,   das   1972 bereits   als   vierteiliger   TV-Puppenfilm   umgesetzt   wurde.   Der   rothaarige   Drittklässler   Tobias Findteisen,   Rufname   Tobbi,   wird   in   der   Schule   gehänselt.   Freude   empfindet   der   Außenseiter nur,   wenn   er   praktische   Sachen   erfindet   wie   aktuell   das   „Fliewatüüt“,   eine   Art   Bobbicar,   das fliegen, im Wasser schwimmen und als Auto (tüüt) über Land fahren kann. Beim   Zusammenbau   ist   der   handwerklich   ungeschickte   Junge   auf   die   Hilfe   seiner   Mechaniker- Mutter angewiesen, aber die will lieber, dass ihr Sohn endlich Freundschaften schließt.  
20.00 Uhr Filmtournee unterwegs - mit "DER EIMERSEE" (2015, 100 Minuten, FSK 0) Die     Kurzfilmrolle     ist     eine     Mischung     aus     komischen,     fantastischen     poetischen     und sehenswerten    Geschichten.    Die    Filmteams    kommen    aus    Schleswig-Holstein,    oft    sind    die Filmprojekte    hier    im    Land    realisiert    worden,    viele    mit    kleinem    Budget,    meistens    mit    der Unterstützung       vom       LJF       und/oder       der       Filmwerkstatt       Kiel       der       Filmförderung Hamburg/Schleswig-Holstein    (FFHSH).    Moderiert    und    begleitet    wird    die    Kurzfilmrolle    vom Filmemacher und Kameramann Claus Oppermann. Die   Entstehungsgeschichte   des   Eimersees   bei   Eckernförde   ist   legendär:   Nur   mit   Hilfe   eines Mörteleimers    erschuf    Michael    Packschies    einen    See.    Am    6.    Dezember    1990    erklärte    der Naturschutzbeauftragte     der     Stadt     Eckernförde     Pressevertretern,     wie     eine     vom     zuvor renaturierten    Lachsenbach    durchflossene    Senke    zu    einem    Feuchtgebiet    werden    wird:    Es werde   lediglich   ein   Eimer   aus   Kunststoff   benötigt,   der   das   Abfließen   des   Wassers   verhindert. Im   Januar   1991   erreichte   der   Wasserspiegel   des   neu   geschaffenen   Sees   seinen   Höchststand. Das   Wasser   floss   über   einen   natürlichen   Überlauf   ab.   Seither   hat   sich   ein   Biotop   mit   Tier-   und Pflanzenvielfalt   entwickelt.   Die   kuriose   Entstehungsgeschichte   des   Eimersees   wird   in   diesem Dokumentarfilm erzählt. Der   Journalist   Sven   Bohde   (34)   beschäftigt   sich   seit   über   zehn   Jahren   mit   Film.   Zu   erwähnen ist   seine   preisgekrönte   Dokumentation   „Entenfang   auf   Friesisch“,   die   auf   mehreren   Festivals lief und bis heute im Friesenmuseum auf Föhr als Lehrfilm präsentiert wird. Die   Filmtournee   unterwegs   tourt   seit   über   30   Jahren   mit   kurzen   Filmen   aus   Schleswig-Holstein durch   das   Land.   Die   Tournee   vom   Landesverband   Jugend         und         Film   (LJF)         ist         damit        bundesweit         wohl         die         längste         und         älteste   Kurzfilminitiative,   die   es   kontinuierlich   seit mehr als drei Jahrzehnten gibt.
19.00 Uhr "FERIEN" (2016, 88 Minuten, FSK: 0) Vivian    Baumann    ist    erschöpft.    Eigentlich    ist    sie    auf    dem    besten    Weg,    Staatsanwältin    zu werden   und   mit   ihrem   Freund   zusammenzuziehen,   aber   gerade   geht   es   einfach   nicht   weiter. Sie   versucht   auf   die   mütterliche   Couch   zu   flüchten,   aber   dort   ist   kein   Platz   mehr   für   sie.   Ihr Vater   denkt,   dass   sie   sich   nur   mal   richtig   erholen   muss   und   verschifft   sie   auf   eine   Insel.   Im Gepäck   hat   er   allerlei   gute   Ratschläge   für   positives   Denken   und   Selbstoptimierung.   Doch   Vivi fühlt   sich   überfordert.   Langsam   erkundet   Vivi   die   Insel   und   schließt   Freundschaften   mit   den eigentümlichen   Bewohnern.   Sie   nimmt   einen   Job   in   dem   kleinen   Laden   von   Otto   an   und mietet   sich   bei   der   alleinerziehenden   Biene   ein,   die   mit   ihrem   dreizehnjährigen   Sohn   Eric zusammen   wohnt.   Vivi   findet   für   eine   Weile   Gefallen   am   Unvollkommenen   und   befreit   sich vom Zwang, etwas beweisen zu müssen. Regie: Bernadette Knoller Geboren 1986 in der bayerischen Provinz. Aufgewachsen in Schleswig-Holstein auf einem runtergewirtschafteten Bauernhof mit Mardern in den Zwischenwänden. Regie-Studium an der FilmUniversität Babelsberg Konrad Wolf, Regieassistenzen am Thalia Theater in Hamburg. FERIEN ist ihr Abschlussfilm.  
01-04.03.18